Nach der Berlinale -rote Teppiche in Essen

p1770146Der junge Karl Marx

Lichtburg Essen  01.03.2017  by Zeitgeist-medien

Der junge Karl Marx ist ein Historienfilm von Raoul Peck. Der Film beleuchtet Karl Marx’ prägende Lebenszeit zwischen 1843 und 1846 (?). In den Hauptrollen spielen August Diehl als Karl Marx und Stefan Konarske als Friedrich Engels. Der Film hatte seine Premiere am 12. Februar 2017 bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin. Der Kinostart ist am 2. März 2017.

Handlung

1843 wird der junge Karl Marx, damals noch Journalist der Rheinischen Zeitung in Köln, durch politischen Druck ins Exil getrieben und geht gemeinsam mit seiner Frau Jenny nach Paris. Dort vertieft sich die Bekanntschaft mit Pierre-Joseph Proudhon und Friedrich Engels. Engels hat kurz zuvor seine Studie über die elenden Lebensbedingungen der englischen Arbeiterklasse veröffentlicht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten freunden die beiden sich an und beginnen ihre gemeinsame Arbeit. Nach einer weiteren Verbannung – diesmal aus Frankreich, von wo Marx nach Belgien flieht – folgt Marx Engels nach England.

Hintergrund

Regisseur Raoul Peck arbeitete parallel an Le jeune Karl Marx und I Am Not Your Negro. Im Gespräch mit Fabian Tietke von der taz führt Peck aus, das die beiden Filme seien für ihn eine Rückkehr zu seinen theoretischen Grundlagen gewesen.[1]

Le jeune Karl Marx hatte seine Weltpremiere am 12. Februar 2017 in der Sektion Special auf der 67. Berlinale. Der deutsche Kinostart findet am 2. März 2017 statt.

Kritik[

Die deutsche Filmkritik nahm den Film durchwachsen auf. Sascha Westphal kritisierte auf epd-film, Peck flüchte sich „in eine Art Update des sozialistischen Realismus“.[2] Spiegel Online bemerkt: „Das Radikale in seinem Leben waren seine Gedanken und Schriften, und um das filmisch zu erschließen, bräuchte es einen ganz anderen Erzählansatz als die unbeholfene Verdichtung in vermeintlichen Schlüsselszenen.“[3]

Die US-Filmzeitschrift Variety zeigte sich in ihrem Bericht von der Berlinale wenig begeistert und konstatierte, der Film sei so altbacken, dass er die Radikalität seines Subjektes zähme.[4]

 

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