Die Welt der Sterne kommt oft stückweise

Heute am Himmel: Freitag, 12. August 2016

Meteorstrom der Perseiden im Maximum. Zahlreiche Sternschnuppen des Perseiden-Meteorstroms huschen ab dem Abend über den Nachthimmel. Mond hält sich beim Planeten Saturn auf, wobei Mond, Saturn, Mars und Antares einen Kreis von 11.5° aufspannen. Vier der hellen Planeten am Abendhimmel zu sehen. Gleich zwei sichtbare Überflüge der Internationalen Raumstation ISS am Abendhimmel.
 

Planeten

Jupiter. Der Gasplanet Jupiter ist nicht mehr lange am Abendhimmel zu bestaunen. Er ist am Abend nur noch für eine Stunde im Westen zu sehen. Jupiter ist -1.7 Grösse hell und befindet sich im Sternbild Jungfrau. Die Elongation von Jupiter beträgt 34°.

 

Venus wird während der bürgerlichen Abenddämmerung sichtbar. Anschliessend ist sie für rund eine halbe Stunde am Abendhimmel zu sehen – aber nicht sonderlich auffällig und rechts unterhalb von Jupiter. Der häufig hellste der Planeten geht um 21½ Uhr im Westnordwesten unter. Venus ist -3.8 Grösse hell und wandert durch das Sternbild Löwe.

 

Mars. Der rote Planet ist am Abend zu beobachten. Er verabschiedet sich um Mitternacht im Südwesten. Mars (im Sternbild Skorpion) weist eine Helligkeit von -0.6 Grösse auf. Teleskope zeigen eine 12″ grosse, rötliche Planetenscheibe. Im Fernrohr erscheint deutlich die Phasengestalt von Mars; die Scheibe ist zu 86% beleuchtet.

 

Saturn. Der Saturn ist am Abend das Highlight für Planetenbeobachter. Der Ringplanet verschwindet morgen Samstag um 0¾ Uhr im Westsüdwesten von der Himmelsbühne. Saturn (0.4 Grösse) hält sich im Sternbild Schlangenträger auf.

Dämmerungszeiten, Horizonthöhen vom Mond und der Planeten in der Nacht auf den Samstag. Ebenfalls sind die idealen Beobachtungszeiten für Meteorströme zu finden, die Aktivitätsmaxima sind separat vermerkt. Beobachtung lichtschwacher Objekte führt man am besten zu den mit dem am oberen Bildrand mittels blauem Balken markierten Zeitintervall durch.


Meteore

Heute gelangt die Erde am Nächsten an die Bahnen der Perseiden-Meteoroiden heran. Dadurch kommt es nun zum stärksten Auftreten von Sternschnuppen dieses jährlich wiederkehrenden Meteorstromes.

Ab dem Abend können in unseren Breiten bis zu 55 Sternschnuppen des Perseiden-Meteorstroms pro Stunde erhascht werden (ZHR=100). Die mit einer Geschwindigkeit von 60 km/s schnellen Meteore scheinen aus dem Sternbild Kassiopeia zu kommen. Die Sternschnuppen lassen sich am Besten von 0 bis 4 Uhr beobachten, der zunehmende Mond beeinträchtigt dann die Beobachtung nicht. Für die Beobachtung kann von blossen Augen ein beliebiger Himmelsausschnitt betrachtet werden; ein Fernglas oder Teleskop ist nicht nötig, sondern verhindert sogar die Sichtung.
perseidensternregen2016

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